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Zufriedenheit soll Freude folgen...
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Von Sven Hauart
Bis zur Winterpause haben die Fußballer des A-Ligisten Spvg. Versmold beinahe die gesamte Bandbreite an Emotionen durchlebt: Zufriedenheit über das sportliche Abschneiden, Sorge und Erleichterung über den Gesundheitszustand von Benjamin Tauchert, Betroffenheit über das Karriereende von Daniel Sommer. Am Saisonende soll der Jubel über den Aufstieg folgen.
Anspruch & Wirklichkeit
Sich unter den ersten fünf Mannschaften zu etablieren, lautete die Vorgabe von Trainer Jörg Pudel vor der Saison. Angesichts der Qualität des Kaders ein bescheidenes Ziel. Mit aktuell einem Zähler Rückstand auf einen Aufstiegsrang legt Pudel die Messlatte nun höher: „Am Ende möchten wir schon gerne auf Platz zwei stehen.” Das gestiegene Anspruchsdenken begründet der Übungsleiter mit der schnellen Integration der zahlreichen Neuzugänge. Besonders Maik Götting und Carsten Niederwahrenbrock hätten sich als echte Leader herausgestellt.
Höhen & Tiefen
Die emotionalsten Momente erlebten die Versmolder bislang vorwiegend neben dem Rasen: Am achten Spieltag wurde Stürmer Benjamin Tauchert noch vor der Partie gegen den VfL Ummeln mit Lähmungserscheinungen in Gesicht und Arm ins Krankenhaus eingeliefert. Die Symptome stellten sich schließlich als schwerer Migräneanfall heraus. „Nach der Ungewissheit war Benjamins Rückkehr richtig schön”, berichtet Pudel von kollektiver Erleichterung nach dem Comeback des Stürmers. Weniger schön hingegen war der Kreuzbandriss von Daniel Sommer beim Hallenfußball-Altkreismasters, der gleichzeitig das Ende der aktiven Laufbahn des langjährigen Stammtorwarts markierte.
Stärken & Schwächen
Zusammen mit Werther stellt Versmold die beste Abwehr. „Und das, obwohl wir mit Libero spielen”, wie Pudel betont. Allerdings fehle seinem Team die Konstanz, über einen längeren Zeitraum einen ordentlichen Ball zu spielen. „Wir haben oft planlose Phasen, in denen wir zu viele Flüchtigkeitsfehler machen. Auch im Abschluss müssen wir noch zielstrebiger werden”, sieht der Trainer Luft nach oben.
Kommen & Gehen
In Sascha Jankowski vom SC Peckeloh wurde ein neuer Torwart verpflichtet, der sich mit Mario Gennrich um den frei gewordenen Platz zwischen den Pfosten duellieren wird. Nach nur einem halben Jahr kehren Pascal Kern und Rafael Wietke laut Teammanager Karsten Wolf in der Winterpause wohl zum TuS Solbad zurück.
Chancen & Ziele
Die Lücke, die Sommer im Tor hinterlässt, ist groß. Gelingt es seinem Nachfolger, diese zu schließen, ist die Spvg. Versmold ein heißer Aufstiegsaspirant. Gleich das erste Spiel gegen den BV Werther wird Aufschlüsse darüber geben, auch wenn Pudel betont: „Selbst wenn wir in Werther zehn Stück kriegen und dafür die anderen 13 Spiele gewinnen, reicht es ja.”
Artikel vom 18.01.2012 
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Der Saisonhöhepunkte war zweifellos das 4 : 1 in Häger
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Kreisstrukturreform: Baumann denkt laut über Fusion mit Gütersloh nach
Von Stephan Arend Altkreis (WB). Über die Kreisstrukturreform soll beim Verbandstag 2012 abgestimmt werden. Spricht sich die Mehrheit der Delegierten dafür aus, soll sie in der Saison 2016/17 umgesetzt werden (das WB berichtete Montag).
Die Reform sieht die Reduzierung der Fußballkreise von 33 auf 26 vor, ebenso die Anpassung an kommunale Grenzen. Somit würden die heimischen Vereine nicht mehr dem Fußballkreis Bielefeld, sondern dem Fußballkreis Gütersloh angehören. Bei einer Informationsveranstaltung des Fußballkreises haben sich die Altkreisvertreter gegen den Wechsel nach Gütersloh ausgesprochen. Sie haben angekündigt, geschlossen einen Antrag zu stellen, weiterhin im Fußballkreis Bielefeld kicken zu wollen (WB vom 30. November). Dies ist laut Satzung möglich. Doch Hermann Korfmacher, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), hat nun im Grußwort des Verbandsorganes »Westfalen Sport« den Standpunkt des FLVW-Präsidiums deutlich gemacht und solchen Massenanträgen eine Absage erteilt: »Vereine können im Anschluss (an die Kreisstrukturreform; Anm. der Redaktion) auf Antrag den Kreis wechseln. Eine grundsätzliche Ablehnung gibt es, entgegen anderer Auffassungen, nicht. Natürlich werden Massenanträge anders bewertet, so viel ist sicher. Schließlich soll die Reform nicht im Anschluss de facto revidiert werden.« Das bedeutet, dass nur einzelne Vereine, die gute Argumente vortragen, nach Verabschiedung der Kreisstrukturreform eine Chance haben, in ihren bisherigen Kreis zurückzukehren. Für Vereine wie zum Beispiel SV Häger oder BV Werther, die im Bielefelder Grenzgebiet beheimatet sind, dürfte sich ein Antrag also durchaus lohnen. Ein Wechsel aller Altkreisteams zurück nach Bielefeld scheint nach den deutlichen Worten Korfmachers dagegen ausgeschlossen zu sein. Schließlich hat das FLVW-Präsidium bei der Prüfung solcher Anträge und der Entscheidung ein Mitspracherecht. Derweil hat Markus Baumann, der Vorsitzende des Fußballkreises Bielefeld, in der neuesten Westfalen Sport-Ausgabe seine Position in Bezug auf die Reformpläne noch einmal deutlich gemacht: »Wir verlieren 16 Klubs aus dem Altkreis Halle. Wir büßen sportliche Qualität, Schiris und Ehrenamtliche ein. Wir würden dadurch nichts sparen.« Baumann bringt dafür eine ganz andere, mit den Vereinen bisher noch nicht diskutierte Variante, ins Gespräch: »Aufgrund der demographischen Entwicklung wäre eher eine Zusammenlegung der Fußballkreise Bielefeld und Gütersloh sinnvoll.« Würde eine solche »Elefanten-Hochzeit« tatsächlich zustande kommen, würden die Staffeln nach regionalen Gesichtspunkten aufgeteilt - und vieles wohl beim Alten bleiben. Diese Möglichkeit beißt sich im übrigen nicht mit den Interessen des Verbandes. »Es steht den Kreisen frei, nach der Reform miteinander zu fusionieren. Insofern ist die Anzahl von 26 Kreise nicht in Stein gemeißelt«, äußert sich Korfmacher im Westfalen Sport.
Artikel vom 21.12.2011 
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Kunstrasenplätze für die Fußballer
Von Burkhard Hoeltzenbein Versmold (WB). Beim Thema Kunstrasenplätze in Oesterweg und Versmold setzt die Stadtverwaltung weiter auf schnelles und direktes Passspiel. Für das Haushaltsjahr 2013 werden 1,2 Millionen Euro eingestellt. Noch kicken Jenny (links) und Julia auf einem Ascheplatz für die D-Juniorinnen der SG Oesterweg gegen das runde Leder. Die beiden Nachwuchsspielerinnen freuen sich darauf, bald auf einem Kunstrasenplatz Fußball spielen zu können. Foto:Florian Weyand »Wir wollen damit ein Signal an die Vereine aussenden«, erklärte Verwaltungs-Kapitän Thorsten Klute, warum die Stadt in dieser Frage vehement auf Angriff setzt. Wie berichtet, fiel die Entscheidung mit neun zu vier Stimmen im Haupt- und Finanzausschuss erst nach verbissen geführten Zweikämpfen mit viel »Kleinklein« und mancher verbalen Grätsche. Bis zur Abstimmung zogen Grüne, UWG und FDP ihre Vierer-Abwehrkette gegen die »Überrumpelungstaktik« von Verwaltung und SPD auf und verweigerten eine vorschnelle Zustimmung. »Wir wollen die Vereine unterstützen, aber das Signal, heute über 1,2 Millionen Euro zu entscheiden, ist falsch«, sagte Hans Kahre (Bündnis 90/Die Grünen). Sein Gegenstoß war, bis zum Jugend-, Kultur- und Schulausschuss im Januar auf den Ball zu treten und erst in Ruhe mit allen Spielteilnehmern über Details wie Platzgrößen, Lärmschutz, Baumbestand und Eigenbeteiligung der Vereine bei der Platzpflege zu sprechen. Eine Haltung, der sich Ulrike Poetter (FDP), Henry Lohmann und Susanne Stuckmann-Gale (beide UWG) anschlossen. Als Abräumer im Mittelfeld ließen sich die Vertreter der CDU erst zur Zustimmung bewegen, nachdem ein Kompromiss gefunden war. »Es handelt sich nur um einen Haushaltsplanbeschluss«, lautet die Einschränkung. Zwar wird der Betrag für 2013 im Plan berücksichtigt. Sollte es in zwei Jahren aber finanziell knapp werden, würde zunächst erst der Tennenplatz in Versmold in einen Kunstrasenplatz für die Sportvereinigung Versmold umgewandelt. Der Oesterweger Platz würde dann erst 2014 in Angriff genommen. »Wir verstehen uns als Motor und nicht als Bremser«, erklärte Klute das Offensivspiel der Verwaltung. Details könnten später besprochen werden. Die Voraussetzungen für den Bau beider Kunstrasenplätze blieben bestehen. Die Gegenfinanzierung sei gewährleistet. So habe die Spvg. Versmold verbindliche Sponsorenzusagen in Höhe von 200 000 Euro vorliegen (siehe Kasten), die das Investitionsvolumen der Stadt deutlich senken. In Oesterweg fehle die Wirtschaftskraft, um nennenswerte Sponsorenbeiträge zu generieren. »Wir werden alle Kräfte mobilisieren«, verspricht SG-Vorsitzender Jens Micheel. Zudem spare die Stadt bei der Rechnung »vier minus zwei Plätze« künftig die Unterhaltungskosten für die abgeschafften Plätze in Oesterweg und in Loxten, wo auch noch der Betrieb des Sportheims wegfallen werde. Nach den Sonderaufwendungen für den Bau bliebe unter dem Strich ab 2016 ein Mehraufwand von jährlich nur noch 3500 Euro übrig. »Das ist vertretbar«, warb Klute für diese Spieltaktik. Bei den angesetzten Kosten von 600 000 Euro pro Platz habe die Stadt bewusst hoch gegriffen. »Wir reden über 1,2 Millionen brutto, gehen aber davon aus, dass wir ein deutlich besseres Ausschreibungsergebnis erreichen.« Das Gutachten zu den Sportflächen in Versmold sieht neben dem Qualitätsgewinn in Versmold und Oesterweg durch den Umbau der Tennenplätze in Kunstrasenflächen noch eine weitere Verbesserung in Peckeloh vor. Am Wöstenstadion soll der kleine Rasen-Trainingsplatz mit Flutlicht versehen werden. In Absprache mit den Anwohnern sollen hier bis zum Abend Kinder- und Jugendmannschaften trainieren können und somit die Platzsituation beim SC Peckeloh weiter entlasten. Bis zum Ende des Jahres soll eine Probebeleuchtung stattfinden, sagte Erster Vertreter Hans-Jürgen Matthies.
Artikel vom 01.12.2011
Stimmen aus den Vereinen
Karsten Wolf (Spvg. Versmold): Ich habe unabhängig von der jetzt beschlossenen Beschleunigung mit CDU, FDP und SPD Gespräche geführt, kommende Woche geht es bei den Grünen weiter. Von der Aktualität sind wir auch überrollt worden. Wir freuen uns über die Aussichten. Wir haben schriftliche Absichtserklärungen zum Sponsoring von vielen heimischen Unternehmen, die uns unterstützen. Dafür sind wir dankbar. Mit 200 000 Euro haben wir mehr Geld aufgebracht als viele andere Vereine in der Region. Bisher hauen uns die Jugendlichen ab der B-Jugend zu anderen Vereinen ab oder hören auf, weil sie nicht auf Asche spielen wollen.« Jens Micheel (SG Oesterweg: »Wir hatten ein Schinkenbrot bestellt und bekommen jetzt ein Schnitzel. Die Nachricht von der Bewilligung des Kunstrasenplatzes ist ein vorweggenommenes Weihnachtsgeschenk. Der Aschenplatz ist ÝfertigÜ, hat die Note »6 minus« bekommen. Es wäre schön, wenn wir im geplanten Zeitrahmen einen Kunstrasen bekommen würden. Wenn wir nach der Spvg. erst im Jahr 2014 dran wären, wäre das in Ordnung. Das halten wir aus. Wir haben nicht die wirtschaftliche Kraft, um hohe Sponsorensummen zu gewinnen, aber bei den Eigenleistungen werden wir alles abklopfen, was wir an eigenen Kräften mobilisieren können. Die SG hat 500 Mitglieder, davon 380 Fußballer, da sollte was gehen. Wenn uns die Stadt schon so weit entgegen kommt, dann müssen wir ebenfalls große Schritte machen.«
Artikel vom 01.12.2011 
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